Islampress

Ein Volk, ein Reich, ein Theater

Verhaftung als PR-Maßnahme/Vorratshaltung von “Terroristen”

Die jüngste mit einem Riesenpomp durchgeführte Verhaftung dreier Jungen zur Rettung Deutschlands vor einem der “größten geplanten Attentate” steht im Verdacht, wesentlich eine PR-Maßnahme zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung in Sachen Zerstörung ehrwürdiger Grundrechte gewesen zu sein, wenn anders man die armen Kerle nicht davor beschützen wollte, sich mit einer zu terroristischen Zwecken völlig ungeeigneten Sprengmischung versehentlich selbst in die Luft zu sprengen. Folgt man den Phasen der Dramaturgie dieses äußerst peinlichen Theaters im einzelnen, wird einem angst und bange – vor der nun ausgewiesenen Dummheit der beteiligten Behörden und eines ihnen eilfertig vorauseifernden Mainstream-Journalismus.

In einer großangelegten Aktion nahmen gestern Beamte des BKA und der GSG-9 im Sauerland drei Terrorverdächtige fest. 300 Beamte des BKA waren bereits seit einem halben Jahr Tag und Nacht mit der Observierung der Verdächtigen beschäftigt – so BKA Präsident Zierke, der auch gleich zur weiteren Wachsamkeit mahnt, da „zur Entwarnung kein Anlass bestehe“. Generalbundesanwältin Harms sprach auch gleich von einem „guten Tag für die Sicherheit in Deutschland“. Dennoch werfen die teils spärlichen, teils erstaunlich exakten Mitteilungen der Behörden mehr Fragen auf, als sie beantworten. (vgl. den schönen Artikel im Spiegelfechter

Ganz nach Plan mietete die Bande für den ganzen September ein kleines Ferienhaus im Sauerland, um das gekaufte Wasserstoffperoxid weiter zu konzentrieren. Niemandem fallen die drei jungen Männer besonders auf. Dass überall in dem Dorf bereits verdeckte Ermittler hocken und ein Wohnwagen, voll gestopft mit Technik, sie 24 Stunden am Tag überwacht, merken sie nicht.

Wochenendtheater in Oberschledorn

“Donnerstag oder Freitag letzter Woche muss es gewesen sein, da sprach sich in Oberschledorn langsam herum, dass irgendetwas vorgeht im Dorf. Da hatten Anwohner in den Wiesen von Bauer Scholz einen Wohnwagen entdeckt, der sich mit einer grünen Plane tarnte; und die Männer darin gaben vage Antworten auf die Frage, was sie denn da trieben: ‘Die haben erzählt, es gebe Probleme mit dem Handyempfang, und das sollten sie überprüfen’, sagt Karl-Heinz Stuhlmann, ‘das haben wir natürlich nicht geglaubt”. Bei der Polterhochzeit in der Schützenhalle am Samstag dann – 340 Leute da, also praktisch das halbe Dorf – war es schon das große Thema … Was die drei mutmaßlichen Terroristen geritten hat, ausgerechnet in der absoluten Öffentlichkeit eines kleinen Dorfes an ihr streng geheimes Werk zu gehen, wird sich wohl nicht mehr klären lassen … Denn losgelöst von den Ermittlern im Wohnwagen, waren auch die drei Fremden schon ein kleineres Gesprächsthema geworden. Erstens fiel auf in Oberschledorn, dass der orangefarbene Nissan, den sie fuhren, mal ein Münchner Nummernschild trug und mal ein Stuttgarter. Und zweitens fragten sich die Dorfbewohner, bei denen sonst Familien mit Kindern Urlaub machen, was es wohl auf sich haben mag mit drei jungen Männern, tagelang in einer Ferienwohnung, ganz ohne Frauen…” (WAZ, vgl. pony_huetchen im politblock)

Einem Artikel SPIEGEL-ONLINE entsprechend, sollen die Verdächtigen Kontakte zur »Islamic Jihad Union« (IJU) gehabt haben, einer “terroristischen Vereinigung”, die m Jahre 2004 in Usbekistan im Rahmen eriner „Terrorkampagne“r 47 Menschen getötet haben soll:

“Nach Erkenntnissen der Behörden und unabhängiger Experten etablierte sich die IJU 2002 als radikale Absplitterung der “Islamischen Bewegung” Usbekistans. Einer ihrer Anführer, der sich Ebu Yahya Muhammed Fatih nennt, nannte in dem Interview freilich 2003 als Gründungsjahr. Im Sommer 2004 folgten jedenfalls die ersten Anschläge – unter anderem gegen die israelische und die US-Botschaft in der usbekischen Hauptstadt Taschkent sowie gegen das Büro des Generalstaatsanwalts. Insgesamt kamen bei der Terrorkampagne 47 Personen ums Leben.” (SPIEGEL, a.a.O.)

Das angebliche terroristische Umfeld ist Fiktion

Hier zeigt sich einmal mehr die Primitivität der Meinungsmache des SPIEGELs. Denn daß jene angebliche Terrororganisation in Wahrheit ein Phantsieprodukt der usbekischen Regierung war, darauf hatte Craig Murray, der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan, schon hingewiesen.

Laut Murray handelte es sich bei den Anschlägen um eine gezielte Mordkampagnge der usbekischen Regierung, die den Islamisten in die Schuhe geschoben werden sollte, also um Fälle von False-Flag-Terrorismus. Murray war es selbst gewesen, der die angeblichen Tatorte jener terrororganisation of nur Minuten danach inspiziert hatte und über gravierende Ungereimtheiten zu berichten weiß.

Fassen wir zusammen:

Das von den Sicherheitsbehörden konstruierte terroristische Umfeld der Verhafteten besteht gar nicht. Dessen angebliche Aktivitäten sind im Gegenteil als False-Flag-Aktionen entlarvt. Die drei verhafteten Jungen waren schon monatelang von den Geheimdiensten in einer Art Katze-und-Maus-Spiel mehr oder weniger auffällig observiert worden. Bei den Flüssigkeiten, die da superauffällig in einem Sauerlanddorf zusammenbrauen werden sollten, handelt es sich um ein Material, das für terroristische Zwecke gar nicht geeignet ist, sondern schon bei kleinsten Erschütterungen hätte explodieren können. Ein Transport hätte per Auto nur im Schritttempo durchgeführt werden können. Schließlich berührt es doch sehr merkwürdig, daß der Focus bereits am 12 .Mai dieses Jahres exakt von diesen “Terrorverdächtigen” berichtet hatte.

Vorratshaltung von Terroristen zum Zwecke der PR

Das ganze macht nur Sinn, wenn die offenbar minderbegabten Terroristen von den deutschen Sicherheitskräften mit Unterstützung amerikanischer als eine Art Haus-Terroristen in einem leicht einsichtigen Gehege gehalten worden sind, um bei passender Gelegenheit dazu benutzt zu werden, Deutschland in Terorangst zu stürzen. Die passende Gelegenheit war jetzt da. Es gilt, wichtige Gesetze zur Zerstörung bürgelicher Grundrechte auf den Weg zu bringen, beispielsweise eines zur hemmungslosen online-Durchsuchung heimischer Festplatten. Und die SPD – ein erster Erfolg der Aktion -ist dabei, weich zu werden.

Konvertiten unter Generalverdacht

Daß im Zusammenhang dieser leidigen Geschichte Deutsche, zu denen der Islam gekommen ist, unter einen Generalverdacht gestellt werden, ist ein deutlicher Beleg für die Beschränktheit der Urteilskraft der Sicherheitsbehörden, die damit einmal mehr zu einem ernsthaften Sicherheitsrisiko werden.