Islampress

Bomben auf Mekka und Medina?

Im amerikanischen Wahlkampf überbieten sich die Kandidaten einem “ein Wettrennen darum, wer mehr Menschen töten kann”, so der amerikanische Journalist und Blogger Kurt Nimmo. Der eine will Pakistan bombardieren, der andere die Heiligen Stätten des islam.

Die Unterscheidung zwischen “Republikanern” und “Demokraten” erweist sich als wenig hilfreich, da die wirkliche Trennungslinie zwischen den Kandidaten verläuft, die Krieg wollen und solchen, die keinen Krieg wollen. Ron Paul, Mike Gravel und Dennis Kucinich sind auf der Seite des Friedens (und der Verfassung), der Rest der Kandidaten ist für weitere desaströse Kriege.


Wie die Denver Post vom 3. August berichtete, hält der republikanische Präsidentschaftskandidat Tom Tancredo es beispielsweise für den besten Weg, den Terrorismus einzudämmen, damit zu drohen, heilige Stätten des Islams zu bombardieren.

If it is up to me, we are going to explain that an attack on this homeland of that nature would be followed by an attack on the holy sites in Mecca and Medina, Die Zeitung erklärt ihren Lesern: Mekka und Medina in Saudi Arabien sind die heiligsten Stätte des Islams. Eine Gruppe von Anwälten und Fachleuten des islamischen Zivilrechts aus Washington erklärte das Statement Tancredos für eines jeden unwürdig, der ein öffentliches Amt anstrebe.

Hört sich nach einer Anleitung zur Einleitung des Dritten Weltkriegs an. Und vermutlich hat Tancredo als hochrangiger US-Politiker noch nichts davon gehört, dass eine kollektive Bestrafung (in diesem Fall aller Moslems auf der Erde) nicht nur völkerrechtlich geächtet, sondern schlicht ein Verbrechen ist. vgl.

Vom demokratischen Kandidaten Barack Obama, der ebenso dem Massenmörder -Scipt der Neocons folgt, konnte man kürzlich Folgendes hören: “Als Präsident würde ich selbst dann amerikanische Angriffe auf Terroristencamps in Pakistan befehlen, wenn der pakistanische Präsident, General Pervez Musharraf, die Erlaubnis dafür verweigern würde.”

DaRockwilda kommentiert im Politblock treffsicher: “Schon lange ist klar, dass für die USA und ihre Kriegsverbündeten die nationale Souveränität eines Landes nicht mehr gilt, von daher ist Obama kein Vorreiter auf diesem Gebiet. Und wenn die “Terroristen” aus den Höhlen tatsächlich echt wären und keine von westlichen Geheimdiensten gesteuerte kriegsgrund-kreierende Zirkusbande, dann wäre so ein Angriff im Vergleich zu anderen Vorschlägen noch human.”

Und da Bush und seine Kreuzzügler mehrere Male von einer göttlichen Anleitung bei ihrem Tun gesprochen hätten, fragt mit Blick auf Tacredos Idee einer Bombardierung der Heiligen Stätten DaRockwilda, “wäre es dann für einen Afghanen oder einen Iraker im Gegenzug legitim, die heiligen Stätten des Vatikan zu zerstören? Oder auch Finanzzentren wie das World Trade Center, wenn sie argumentieren würden, dass “die Amerikaner” das Geld anbeten?”

Tancredo “legitimiere” mit so einer Haltung amerikanische Angriffe auf jegliche Ziele weltweit, als angebliche Abwehr vermeintlich nuklearer Terrorangriffe. Doch im Gegensatz zu den eingebildeten “Terroristen”, die nachgewiesenermaßen nicht über Atomwaffen verfügten, “vollführen die Streitkräfte der USA bereits seit geraumer Zeit “nukleare Angriffe” auf Zivilisten, indem sie den Kosovo, Afghanistan und den Irak mit radioaktiver Munition verseuchen.”

Angesichts dieser Entwicklungen dürfe man gespannt sein, “mit welchen fragwürdigen Massenmordplänen die Kandidaten Giuliani, Clinton und McCain versuchen werden, Obama und Tancredo an Attraktivität für den Militärisch-Industriellen Komplex noch zu übertrumpfen.”