Islampress

Salims Rundbrief ‘Îd mubârak














As-salamu alaikum, liebe Brüder und Schwestern im Islam, liebe Freunde des Spohr Verlags, liebe Lichtblickler,

Hiermit wünschen wir euch allen ein gesegnetes Fest und sagen: “‘Îd mubârak!” und “Kurban Bayramınız mübarek olsun!”

Wir sind jetzt in Lympia, im griechischen Teil Zyperns, und ich bin gerade dabei, mich auf das Festgebet morgen früh in der Moschee von Dali und die Ansprache einzustimmen. Eine genaue Vorbereitung ist dabei nicht möglich, ja nicht einmal erwünscht, liegt es doch in der Tradition unseres Ordens wie auch des Osmanischen Reiches, daß solche Ansprachen nicht schriftlich verfaßt und abgelesen werden, sondern allein in besonderer Achtsamkeit und dem Bewußtsein des Augenblicks und seiner Heiligkeit geschehen können – al-hamdu li-Llâh! -, was das ganze zu einem Abenteuer macht, welches nur mit Höherer Hilfe – maddad yâ Sayyidî! – zu bestehen ist.

Nach dem Festgebet wollen wir Lady Umm Haram bint Milhan, Hala Sultan, in Larnaka herzliche Festtagsgrüße übermitteln und Freunde dort besuchen, dann aber wieder zurück und weiter in den türkischen Teil nach Lefke fahren, um dort noch einen fröhlichen Blick unseres Sheikhs zu erhaschen, wenn er sich aufmacht, dem Meer und den Hügeln davor einen Besuch abzustatten.

Bei Gelegenheit dieses Rundbriefes möchte ich auf eine neue Folge des “Lichtblicks” aufmerksam machen, in der unter dem Titel Die Osmanen im Schwarzwald eine ganz besondere Vertrautheit offenkundig wird, die zwischen unseren deutschen Vorfahren und türkischen Leuten an verschiedenen Orten Deutschlands geherrscht haben muß.

Hatten Brüder in Ludwigshafen die Mär verbreitet, der Spohr Verlag würde neuerdings nur noch für den englischen Sprachraum publizieren, so erkläre ich hiermit, daß das nicht wahr ist. Zwar haben unsere neuen englischen Titel, beispielsweise die Kurzfassung des Hauptwerkes von Imam al-Ghazâlî, Mukhtasar, eine umwerfend zustimmende Resonanz in den Kommentaren der ersten Leser und auch einen guten Absatz gefunden – und wir freuen uns darüber -, doch bedeutet das nicht, daß wir keine deutschen Titel mehr herausbringen würden. So haben wir vor kurzem die deutschen Rechte an Charles le Gai Eatons “Islam und die Bestimmung des Menschen” erworben, eines wunderbaren Buches, das wie kein zweites geeignet ist, gebildete Europäer mit dem Islam vertraut zu machen. Dann steht das 350 Seiten starke Werk Imam Ghazâlîs “Erinnerung an den Tod und das Leben danach” kurz vor der Drucklegung, abgesehen davon, daß das hochgelobte Meisterwerk von Martin Lings Muhammad. Sein Leben nach den frühesten Quellen gerade in einer Neuauflage nun wieder in gediegener Form als Hardcover-Ausgabe (mit Fadenheftung und Lesebändchen) bei uns erschienen ist.

Mit besten Wünschen
für eine gesegnete Zeit,
wa s-salam,

Salim