Islampress

Warum ausgerechnet Wolfgang Schäuble?

Rob Savelberg ist am Wochenende mit einer einzigen Frage bei der Bundespressekonferenz zum YouTube-Star geworden. Der niederländische Journalist fragte Kanzlerin Angela Merkel nach der Rolle des neuen Finanzministers Wolfgang Schäuble während der CDU-Spendenaffäre. Savelbergs Nachfrage, ob Schäuble als Finanzminister geeignet wäre, obwohl er damals “vergessen hatte, dass 100.000 Mark in seiner Schublade liegen”, sorgte für Gelächter – im Saal und auf dem Podium.





















Jetzt wird daran erinnert, daß der bisherige Innenminister, der die Muslime in Deutschland mit einer die Grenzen purer Dummheit deutlich überschreitenden hochneurotischen Einstellung in penetranter Weise verfolgt hat und so selbst zu einem Sicherheitsrisiko für diesen Staat wurde – vgl. hier und hier und hier -, bei weitem keine vertrauenswürdige Person ist.

Daß Frau Merkel die Frage Rob Savelbergs, wieso sie die Finanzen eines Staates mit 82 Millionen Menschen Herrn Schäuble anvertrauen wolle, damit beantwortet, daß sie sagt, “weil er mein Vertrauen hat”, ist bezeichnend, nicht ohne Komik und in erschütternder Weise zugleich entlarvend. Denn daß sie einem Mann vertraut, der sich in der Spendenaffaire damals strafbar gemacht hatte, ist nur plausibel, wenn es ihr nicht um den Staat, sondern um die Partei der CDU geht und sie hier nicht als Kanzlerin, sondern als Parteivorsitzende spricht. Was von Staats wegen als strafbewehrt gilt, hatte der Partei damals ja nutzen sollen.

Statt sinngemäß zu sagen, “ich vertraue ihm, weil ich ihm vertraue”, hätte sie sagen können, “ich vertraue ihm, weil er die Sünden von damals bereut hat und er ein neuer Mensch geworden ist”, eine Antwort, die ihr wohl niemand abgenommen hätte. Sie hätte aber auch sagen können: “Ich vertraue ihm die Finanzen des Staates an, weil er schon damals bewiesen hatte, daß er bereit ist, etwas zu tun, das dem Staat zwar schadet, aber doch gut ist für die Partei.” Eine solche Antwort wäre der Wahrheit wohl am nächsten gekommen. Doch wie dem auch sei: Die stereotype Analytizität der Antwort von Frau Merkel – “ich vertraue, weil ich vertraue” – wirft, recht verstanden, in jedem Fall die Frage auf, was die Bundesregierung denn von einer kriminellen Vereinigung unterscheidet.

Zur Frage Rob Savelbergs auf der Bundespressekonferenz und der damaligen Spendenaffaire der CDU vgl. hier.