Islampress

Der wahre Grund des weltweiten Zusammenbruchs der Finanz- und Wirtschaftssysteme




DER ZUSAMMENBRUCH DES FINANZSYSTEMS

Der weltweite Zusammenbruch der Finanz- und Wirtschaftssysteme hat zwar ebenso weltweit zu monoton-monetarischen Hilfsaktionen durch Transfers gigantischer Geldsummen geführt, doch nirgends wird in der öffentlichen Diskussion auf die wahren Hintergünde des Desasters einmal genauer eingegangen. Da will man brav systemimmanent den Einfluß auf die Banken verstärken oder auch gleich eine neue eigene Bank gründen, wie das auf Duckhome mit der WIR-BANK gerade diskutiert wird.

DER WAHRE GRUND LIEGT IM ZINSSYSTEM

Vor dem Hintergrund des riba-Verbotes in Koran und Hadith indes und, wenn auch weniger differenziert, ebenso in der christlichen Tradition erscheint die Idee einer WIR-Bank wie überhaupt von Banken mit Blick auf die wirklichen internen Probleme des ganzen Systems als von geradezu rührend anmutender Naivität, wenn es nicht bloß dieselbe freche Geldgier ist, der schon seit je die Idee zur Gründung und Betreibung eines zinsnehmenden Instituts entsprang.





















Ganz gleich, ob David Rockefeller, Josef Ackermann oder WIR Eigentümer oder Geschäftsführer einer Bank sind, so lange das Wucherprinzip von Zins und Zinseszins Geschäftsgrundlage bleibt, wäre der Unterschied nur marginal. Denn das herrschende Zinssystem ist die Ursache dessen, daß auf unserem Planeten ein maßloses Ungleichgewicht herrscht, das in prinzipieller Konsequenz Arme immer ärmer und Reiche immer reicher werden läßt, das die Wirschaft anheizt und alle Beteiligten zur Teihabe am Irrsinn vermeintlich stetigen Wachstums mit unausweichlichem Crash nach ein paar Jahren zwingt und als der wahre systemimmannente Grund für den gerade beobachtbaren weltweiten Zusammenbruch der Finanz- und Wirtaschaftssysteme benannt zu werden verdient.

216 MILLIARDEN ERDKUGELN AUS PUREM GOLD FÜR EINEN PFENNIG

Hier ein Beispiel für den shaitanischen Irrsinn jenes Zinseszins-Systems: «Wenn Joseph zu »Christi Geburt« einen Pfennig angelegt hätte, wäre dieser bei einer Verzinsung von 5% im Jahre 2000 mit Zinseszinsen auf den Gegenwert von 216 Mrd. Erdkugeln aus purem Gold angewachsen.» (vgl. Unser Zinssystem)

Es gilt, einmal klar zu sehen, daß alles darauf ankommt, nach Alternativen zum Zinssystem zu suchen. Das ist der Punkt.

Interessant finde ich persönlich die Ansätze Silvio Gesells, über dessen Freilandversuche einmal gesondert berichtet werden müßte.

ISLAMIC BANKING EIGENTLICH NICHT ERLAUBT?

Was nun die muslimische Sichtweise betrifft, so ist der genannte Zins nur ein Beispiel dessen, was auf arabisch riba heißt. Auch dies verlangte eine genauere Beschäftigung, zumal sich die Indizien dafür mehren, daß auch das sogenannte «Islamic Banking» auf der Grundlage einer Fehlinterpretation der zugrundeliegenden Bestimmungen ruht. Ein Einblick in eine differenzierte Analyse von riba-Fragen finden wir in einer Studie über die muslimischen Regeln der Ökonomie von ‘Umar Ibrahim Vadillo, die in drei Teilen von der Islamischen Zeitung – Teil 1, Teil 2 und Teil 3 – veröffentlicht wurde. Der letzte Satz dieser bemerkenswerten Studie lautet:

«Ein korrektes Verständnis von Riba An-Nasi’a eröffnet den Blick auf Papiergeld als Form von Riba, denn dessen gewünschte Anwendung geschieht auf eine Art und Weise, die im Islamischen Recht nicht erlaubt ist.»

Folgt man dem Autor, scheint es also sogar für Papiergeld als solches gemäß islamischer Sicht Probleme zu geben. Anders gesagt: Das Übel scheint schon mit der Einführung einer so eigenartigen Sache zu beginnen, wie es, einmal genauer besehen, das Papiergeld ist. Einige Muslime hatten deshalb schon vor Jahren mit der Einführung eines Gold-Denars begonnen.