Islampress

ARD-Tagesschau im Info-Krieg (3): 9/11






War die ARD-Tagesschau schon in ihrer Berichterstattung über Georgien durch Kumpanei mit einem Massenmörder, durch peinlich suggestive Verdrehung der Wahrheit und ihre Weigerung aufgefallen, den Verursacher der Kaukasus-Krise auch nur zu benennen (vgl. hier), war sie bei der Verstümmelung des Putin-Interviews durch knallharte Zensur, einen massiven Betrug am Gesprächspartner, eine ekelhafte Täuschung des Zuschauers und einer geradezu konspirativen Weigerung aufgefallen, ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag in gehörig unverkürzter Weise nachzukommen (vgl. hier), so ist das, was dieses früher hochgeachtete Medium heute, am 11. September 2008, auf seiner Website zu jenen Ereignissen von sich gibt, wirklich unglaublich und ein einsamer und bis auf weiteres wohl konkurrenzlos bleibender Höhepunkt professioneller Irreführung der Öffentlichkeit, von Lug und Trug.

Unter dem tendenziösen Titel «Verschwörungstheorien haben noch immer Konjunktur» heißt es: «Sieben Jahre sind die Anschläge des 11. September heute her, inzwischen ist unstrittig, dass radikale Islamisten schuldig am Tod von fast 3000 Menschen sind. Eine kleine, wenn auch lautstarke Minderheit allerdings will dies nicht wahrhaben. Sie sehen dunkle Mächte oder gar die Bush-Regierung selbst am Werk.»

Es ist unfaßbar: Seit sieben Jahren geht man auf der ganzen Welt
ganzen Sets ungeklärter Fragen nach, die den 11. September, die Gründe des Einsturzes der Türme, des dritten Turmes, die Täter, die eklatante Behinderung aller Nachforschungen und Aufklärungsarbeiten durch die Behörden und vieles, vieles mehr betreffen, werden ganze Kongresse mit Teilnahme ausgewiesener Fachleute abgehalten, um die unglaublichen Widersprüche und Unhaltbarkeiten des offiziellen Untersuchungsberichtes aufzuklären, fordern angesehene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens weltweit eine grundlegend neue Untersuchung des ganzen Vorfalls, da kommt ein Thomas Schmidt vom ARD-Hörfunkstudio New York daher und behauptet, es sei genau das «unstrittig», was die Busch-Regierung schon vor sieben Jahren bis heute nicht nur völlig unbelegt, sondern in sogar intern widersprüchlicher Weise und teilweise schon vor Eintritt des Falles pr-mäßig hatte verbreiten lassen.

Herr Schmidt, hatten Sie «unstrittig» gesagt? – Ist Ihnen nicht klar, daß das nicht nur schlicht falsch, sondern in so deutlich sichtbarer Weise falsch ist, daß Sie sich mit diesem Satz nur unsterblich blamieren? Erklären Sie es mir. – Ist es vielleicht so, daß Sie den Schmerz, den es darstellt, als der Dumme dazustehen, in besonderer Weise vergütet bekommen? Hat man Sie gekauft, etwas offenkundig völlig Dummes und Unhaltbares zu verbreiten? – Ist Ihr unsäglicher Text das Produkt eines Geschäftes, will sagen, von Bestechung und Bestechlichkeit?

Hatten Sie, Herr Schmidt, wirklich «unstrittig» gesagt und dabei vergessen oder geleugnet, daß es gerade eine durch eklatante Widersprüche des offiziellen Berichtes hervorgerufene Umstrittenheit war, die dazu geführt hat, daß der Frage des 11. Septembers in 119 Millionen Beiträgen im Internet nachgegangen wird? – Ach so, 119 Millionen sind für Sie eine kleine Minderheit? Und wenn es nur eine Million von Leuten wäre, die aufgrund der Indizienlage davon ausgehen, daß der 11. September selbstgemacht, von der Regierung zumindest mitgetragen wurde, wäre das für Sie eine kleine Minderheit?

Und dann das suggestive «inzwischen» vor dem «unstrittig», das den Eindruck erweckt, ursprünglich vielleicht bestandene Widersprüche wären durch genauere Nachforschungen, wie Sie sagen, eben «inzwischen» aufgeklärt worden. Dieses «inzwischen» ist von fast noch größerer Frechheit als das «unstrittig» selbst, dem es vorangeht. Nein, Herr Schmidt, «inzwischen» ist nichts anderes geschehen, als daß sich die Behörden in immer größere Widersprüche verwickelt haben.

Und auch die «radikalen Islamisten», denen sie die «inzwischen unstrittig» geltende Urheberschaft anlasten, verdienen eine sprachanalytische Zuwendung: Schon das Wort «Islamist» ist mit einer internen Ungereimtheit belastet, die seinen Gebrauch eigentlich verbieten müßte. Denn bedeutet Islam die Unterwerfung unter den Willen Gottes, so müßte ein Islamist einer sein, der getreu dem Eigensinne des Suffixes «… ismus» mit dem Islam übertreibt. Die Frage lautet nur, wie es möglich ist, in der Unterwerfung seines Willens unter den göttlichen zu übertreiben. Daß Sie, Herr Schmidt, der schon im «… ismus» ausgedrückten Übertreibung dann noch ein «radikal» voranstellen müssen, macht diese Passage zu etwa, das Ihren ganzen Beitrag charakterisiert, zu einem nicht genießbaren Stereotyp.

Und der stereotype Charakter – denken Sie an Handtkes «ein Schwein am Spieß schreit wie ein Schwein am Spieß» – Ihres Machwerks zum 11. September erklärt sich leicht daraus, daß die Gegenposition zu dem, was sich in lebendig freiem Austausch weltweit betriebener Forschungen ergeben hatte, konsequenterweise nur in der Schablone eines leichenstarren Textes auftreten kann.

Ihr ganzes Ding ist eine einzige Schablone, und es ist eigentlich nicht zu glauben, daß das von einem lebenden Wesen und nicht von einer batteriebetriebenen Leiche stammt. Dermaßen hölzern und stereotyp kann ein lebendes Wesen – so weit kenn ich mich mit Texten aus – eigentlich gar nicht schreiben, es sei denn es handelt sich um eine Auftragsarbeit. Lug und Trug als Wahrheit zu verkaufen, das scheint eben nur in Form der Stereotypie zu gelingen. Und die ist es auch, die Ihren Beitrag als ein der Täuschung dienendes Kunstprodukt verrät und Sie und mit Ihnen wieder einmal die ganze ARD als gekauft, als fremdbestimmt und als korrupt erscheinen läßt.

Ein Grund mehr, den ganzen Laden aufzulösen.

___________

QUELLEN:

ARD-Tagesschau im Info-Krieg 1

ARD-Tagesschau im Info-Krieg 2